DCIM Evaluation: Typisierung von DCIM Lösungen

Unter dem Übergriff DCIM werden verschiedenartigste Applikationen zusammengefasst. Folgende Hauptdomänen können ausgemacht werden.

IT nahes DCIM

Der Schwerpunkt sind hier die primären IT Assets also Server, Switches, Racks, PDUs, …
Sie können zentral verwaltet werden. Wenn die Applikation Zugriff aufs IT-Admin Netz hat, können IT Devices, Ports und deren Verbindungen teilweise automatisiert eingelesen und aktualisiert werden. Dazu kommen Discovery und Network Management Protokolle zum Einsatz (SNMP, NDP, CDP, …). Die Überschneidungen mit den Themen CMDB und IT Asset Management sind zu beachten.

Infrastruktur nahes DCIM

Hier liegt der Fokus auf der Datacenter Infrastruktur also den Klimageräten, Elektrohaupt- und Unterverteilungen. Es handelt sich um spezialisierte nur lesende „Gebäudeleitsysteme“. Im Gebäudeautomatisationsnetz wird der Anlagenzustand in realtime abgefragt. Dazu kommen Feldbus Protokolle zum Einsatz (SNMP, ModBUS, Profibus, KNX…).

Kabelmanagement

Port zu Port Verbindungen lassen sich im IT nahen DCIM im Idealfall automatisiert auslesen. Passive Verkabelungskomponenten wie Patchpanels und Trunkkabel bleiben so aber immer unsichtbar.
Die DCIM Lösung muss in diesem Bereich ein eigenes, leistungsfähiges Datenmodell aufweisen. Ein grosser Teil der Daten muss manuell erfasst werden. RFID und Barcodes können zu einer Teilautomatisierung führen.

Fazit
Die meisten DCIM Lösungen lassen sich einer Domäne zuweisen. Aufgaben aus anderen Domänen können dann meist nur eingeschränkt abgedeckt werden.

 

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